Qi Gong

Qi ist die Lebensenergie, Gong die Übung. Qi Gong ist ein Sammelbegriff für Übungen, die das Qi steigern. Tai Chi Chuan gehört genauso zu den Qi Gong Übungen wie Ba Gua Zhang, ein Teil der taoistische Meditation und Gesundheitsübungen, die das Qi wecken.
Wir unterrichten eine ganze Reihe verschiedener Qi Gong und Nei Gong Übungen. Die meisten stammen aus dem Übungssystem von Bruce Kumar Frantzis (www.energyarts.com).

Das Qi

Das Qi ist die Energie, die in unserem Körper fließt und unseren Körper von einem toten unterscheidet – die Lebensenergie. Es gibt verschiedene Arten das Qi zu spüren und verschiedene Methoden das Qi zu wecken. Wichtig ist vor allem, dass das Qi fließt und nicht stagniert. Stagniertes Qi ist immer eine Quelle für Krankheiten. So ist einer der fundamentalen Übungen Qi Blockaden wahrzunehmen und sie zu lösen.

Drachen und Tiger Qi Gong (Dragon and Tiger Chi Gung)

Für die vitalen Funktionen des Körpers und alle Aktivitäten benötigen wir Qi, die Lebensenergie. Wichtig ist, dass immer ein freier Energiefluss stattfindet und dass das Qi nirgendwo in unserem Körper blockiert ist. Die Folge so einer Blockade sind Schmerzen, Unwohlsein und Stress, was wiederum auf Dauer zu Erkrankungen führen kann.
Der daoistische Meister Bruce Kumar Frantzis hat das traditionelle Dragon and Tiger Chi Gung in sein System mit aufgenommen, weil die Übungen einfach zu lernen, aber sehr effektiv sind. Als medizinisches Qi Gong wird es in Krankenhäusern, in der Krebstherapie  und zur Regeneration nach schweren Krankheiten oder Operationen eingesetzt.
Da die Übungen den individuellen Möglichkeiten angepasst werden können, benötigt man dafür keine besonderen Vorraussetzungen.
Es gibt sieben Einzelübungen mit verschiedenen Schwerpunkten; so trainieren und stärken vier Übungen alle Energien und körperlichen Strukturen in Bezug auf das Gehen und drei weitere erhöhen die Beweglichkeit. Einige der Bewegungsformen stabilisieren das Energiesystem und andere dienen dazu, Blockierungen zu lösen.

Die Übungen können nach den jeweiligen individuellen Bedürfnissen leicht in den Tagesablauf integriert oder in bestimmten Situationen speziell eingesetzt werden. So lernen wir, selbständig Schmerzen lindern, bzw. zu beseitigen und können die Bewegungen allgemein zur Beseitigung der negativen Auswirkungen von Stress einsetzen und als beruhigende Bewegungsmeditation nutzen, um uns von emotionaler Anspannung, Ärger oder Angst zu lösen.

Matt und abgespannt können wir Drachen und Tiger Qi-Gong auch einfach zum Energie tanken einsetzen.
Durch die Ausführung aller sieben Übungen hintereinander, wird unser System mit all seinen Energiebahnen (Meridianen) – den Drachen- in uns angeregt und der Körper – der Tiger- gestärkt.

Qi Gong für die Wirbelsäule

Wir haben eine ganze Reihe von Übungen für die Wirbelsäule. Sie ist wichtig für unser Wohlbefinden und für die reibungslosen Funktionen unseres Körpers. Eine lockere aufrechte Wirbelsäule versorgt den ganzen Körper durch das Rückenmark mit Energie und Informationen. 

Qi Gong Übungen, die die Haltung und Probleme der Wirbelsäule mit einbeziehen sind:

 

Qi Gong Übung zum Aufrichten der Wirbelsäule

Das chinesische Schriftzeichen für Entspannung ist ein Baum, die Tanne. Ihre Spitze zeigt zum Himmel und sie ist nach unten mit der Erde verwurzelt. Ihre Äste hängen seitlich entspannt nach unten.

Die zentrale Verbindung von Himmel und Erde in sich selber wahrzunehmen, sich im Boden verwurzeln, schafft innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Entspannung. Vom Becken aus richten wir Wirbel für Wirbel von unten nach oben auf. Verbinden die Wirbelsäule mit dem Scheitelpunkt und verankern uns mit einem Punkt über unserem Scheitelpunkt. Der Kopf wird dadurch leicht und frei.
Dann lösen und lockern wir Wirbel für Wirbel nach unten, so dass die Wirbelsäule vom Kopf entspannt nach unten hängt. Das Lösen der Muskelverspannungen direkt an den Wirbeln öffnet die Zwischenräume für die Bandscheiben, die sich nun ausrichten und ausdehnen können.

Qi Gong – Erdenergie für Frauen

Earth Energy Qi Gong ist ein medizinisches Qi Gong, das speziell auf den weiblichen Körper abgestimmt ist und über einen Zeitraum von 1700 Jahren durch Taoisten, Mediziner und Qi Gong Experten in China perfektioniert wurde.
Es wurde entwickelt, um die, im weiblichen Körper natürlicherweise stärker existierende Erdenergie, zu stärken und zu kultivieren. Qi Gong fördert die Blutzirkulation und nährt damit das Qi, unsere Lebensenergie, in den lebenswichtigen Organen. Mit sanften, anmutigen und leicht zu lernenden Bewegungen wird besonders der Bereich des Beckens und damit die weiblichen Organe berücksichtigt. Bei PMS und Problemen der Wechseljahre hilft dieses Qi Gong, Emotionen auszugleichen und physische Störungen zu beheben. Durch Geschmeidighalten aller Gelenke und Kräftigen der gesamten Muskulatur und des Rückens eignet sich Qi Gong, dem Alterungsprozess entgegen zu wirken. Earth Energy Qi Gong kann auch begleitend zum Abnehmen eingesetzt werden.
Dieser Kurs wird von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert (bis zu 80% der Kursgebühr), fragen Sie bei Ihrer Kasse nach.
Welcher Stil ist für Sie der richtige?
Sie können sich in den Probestunden informieren oder beim Unterricht zuschauen.
Mit der Zehnerkarte können Sie in verschiedenen Kursen teilnehmen und einen intensiveren Einblick bekommen.
Der Tag und die Uhrzeit sind für Sie ausschlaggebend.

Öffnen der Energietore des Körpers

Qi Gong im Stehen
– Die Wolkenhandübung
– 3 Schwungübungen
– die Wirbelsäule dehnen

Erst waren die Energietore da.
Als eine Art Generatoren sind sie im Embryo zuständig für die Entwicklung des Körpers. Im Laufe des Lebens können sie sich verhärten und verschließen und es bilden sich Blockaden, die stauende Auswirkungen auf den ganzen Körper haben. Ein Weg zur neuen energetischen Durchlässigkeit ist, die Energietore zu öffnen und damit an die Energie-Generatoren zu kommen, die den Körper geformt haben und sein Funktionieren aufrechterhalten.

Im Qi Gong lernen wir unseren Körper zu spüren: wie die Gelenke übereinander stehen, wie sie von den Muskeln gehalten und bewegt werden, wie die Sehnen und Bänder uns tragen und wie die Flüssigkeiten sich im Körper bewegen.

Wir wollen weiterhin die Bereiche entdecken, in denen der Körper fest und unbeweglich ist und keine Energie, das Chi, fließt. Dieses Fließen wieder in Gang zu bekommen, ist das wesentliche Ziel. Es entsteht ein Prozess, der bildhaft umschrieben werden kann als ein Übergang von Eis zu Wasser zu Gas. Wir fühlen die Blockade, das Feste und Unbewegliche – der Zustand von Eis. Wir suchen einen Eingang in die Blockade, entspannen alles, was wir um die Blockade herum wahrnehmen und spüren wie der Bereich weich und beweglicher wird – das Wasser.

Um uns endgültig von der Blockade zu verabschieden, entsteht durch tieferes Entspannen bis in die kleinsten Winkel der Blockade, das Loslassen. Die Energie der Blockade löst sich nach außen zur Haut hin und wir entlassen die gestaute Energie nach außen in den Raum um uns herum – der Zustand von Gas.

Literatur:
„ Die Energietore des Körpers öffnen“ von B.K.Frantzis, Windpferd Verlag

Die Hochzeit von Himmel und Erde

– ein Qi Gong Übungssystem von Bruce Frantzis –

Der – Große Himmlische Kreislauf – verbindet die Erdenergie mit der des Himmels.
Der – Kleine Himmlische Kreislauf – lässt die Kräfte in uns aktiv werden.
Beide Kreisläufe beleben wir mit unserer Qi Gong Übung.

Öffnen und Schließen ist eine wesentliche Bereicherung für alle Qi Gong- und Tai Chi Formen und eines der wichtigsten Elemente im Yangsheng, den Übungen für ein langes und gesundes Leben. Es aktiviert und entlastet die Gelenke in einer besonderen Form und belebt mit der Zeit die tiefsten Körperschichten. Bei kleinen Kindern ist der Puls von Ausdehnen und Zusammenziehen gut sichtbar. Im Alter nimmt er mehr und mehr ab. Mit entspannten Partnerübungen werden wir den Puls anregen und in unsere Übung mit einbeziehen.

Laotse
 

Der Mensch ist bei seiner Geburt biegsam und zart,
bei seinem Tode steif und starr.
Die zehntausend Wesen, die Kräuter und Bäume
sind bei ihrem Entstehen biegsam und saftig,
bei ihrem Absterben trocken und dürr.
Darum:
Hart und starr sind des Todes Gefährten,
biegsam und zart sind des Lebens Gefährten.
Darum:
Sind Krieger starr, so siegen sie nicht,
sind Bäume erst starr, so opfert man sie.
Was starr und groß ist, geht abwärts,
was biegsam und zart ist, geht aufwärts.

Die Götter spielen in den Wolken

– aus dem Übungssystem von Bruce Frantzis –

Es ist eine der ältesten Qi Gong und Nei Gung Übungen.

Als eine der daoistische Verjüngungsmethoden enthält sie sämtliche inneren Energie-Prinzipien aller anderen Qi Gong und Nei Gung Übungen bis hin zu den spirituellen Energien, die in die daoistische Meditation führen.

Das 6-teilige Übungsset kann helfen:

die Knochen zu stärken
den Emotional-Körper von negativen Energien zu klären
das Herz-Zentrum und den Zentral-Kanal zu öffnen und zu kräftigen
spirituelle Blockaden zu lösen und das Gehirn zu energetisieren

Daoistisches Atmen

– nach B.K. Frantzis –

Durch Atem, Essen, Trinken und Schlaf nehmen wir Energie auf. Auf all dies kann man hin und wieder verzichten, nur nicht auf den Atem. Er ist unsere wichtigste Energiequelle. Gleichzeitig ist er wie eine Tür zu allen unbewussten Prozessen in unserem Körper und unserer Psyche. Ein tiefer, runder, gleichmäßiger und bewusster Atem ist im daoistischen Übungssystem ausschlaggebend für ein langes, ausgeglichenes und gesundes Leben. Wir atmen nur mit einem kleinen Teil unserer Lunge und unseres Körpers und in vielen Situationen versiegt der Atem ganz, wir halten die Luft an oder atmen ungleichmäßig und heftig. In diesem Kurs wird uns der Atem und die Prozesse, in die er eingreift, bewusster.

Wir lernen tief und ausgeglichen zu atmen ohne Stress und Hektik. Unser Nervensystem wird ruhiger und unsere Organe im Körper werden belebt und massiert und bekommen eine bessere Durchblutung. Diese besondere Atemtechnik ist eine wirkliche Bereicherung für alle, die sich weiterentwickeln wollen und ein wichtiger Baustein in allen Tai Chi Stilen, im Qi Gong, der Meditation oder in den Kampfkünsten.

Daoistische Meditation

Der Mensch liegt, sitzt, steht, ist in Bewegung und kommuniziert mit anderen. Die Daoisten haben zu allen Lebenssituationen Meditationspraktiken entwickelt. Sie haben Meditationen, die im Schlaf praktiziert werden bis hin zu Meditationsübungen mit Partnern, z. B. in der Kampfkunst und in der Sexualität.
Sie schulen in allen diesen Techniken ihre Wahrnehmung und lösen vorhandene Blockaden nach Außen und Innen.
( Literatur: B.K. Frantzis: Tao Meditation / Die große Stille – Windpferd Verlag )

Acht Energiekörper mit verschiedenen Schwingungsebenen lernen wir zu spüren, und das Ziel ist, möglichst in allen Ebenen Blockaden zu lösen. So entsteht ein freier ungehinderter Energiefluss mit einer Wahrnehmung nach innen, dem Mikrokosmos und nach außen in den Makrokosmos bis wir den allumfassenden, nicht beschreibbaren Körper des Dao wahrnehmen und in ihm aufgehen können.

Die Wassermethode

Sie ist eine sehr alte Meditationsmethode, die sich direkt auf Laotse bezieht.
Bruce Frantzis´Lehrer Liu Hung Chie hat 2 Meister ausgebildet und nur B.K. Frantzis als Linienhalter in die Wassermethode eingeweiht.
Der Unterschied zu anderen Methoden ist nicht WAS, sondern in erster Linie WIE praktiziert wird.

Während in den meisten Methoden Praktiken forciert und aktiv verstärkt werden, so lässt man in der Wassermethode geschehen. Das Bewusstsein ruht in einer passiven Aktivität, ähnlich einer Katze, die lange Zeit unbeweglich vor einem Mauseloch verharrt. Auf diese Weise dringt das Bewusstsein in alle Feinheiten, ähnlich dem Wasser, wenn es auf einen Widerstand stößt und langsam in alle feinen Ritzen dringt. Blockaden, an die man durch bewusstes aktives Eingreifen nicht herankommt, können so wahrgenommen und gelöst werden.
Wie Wasser als Eis fest und unbeweglich ist, so verhalten sich auch Blockaden, Energie ist erstarrt. Nicht durch aktives Eingreifen lösen wir, sondern durch seine Beharrlichkeit löst das Bewusstsein den starren Zustand und die Blockade wird beweglich, flüssig, wie Wasser. In diesem Zustand ist die Energie immer noch an den Bereich der Blockade gebunden und kann jeder Zeit wieder zu Eis werden.
Zwei Möglichkeiten gibt es, sich endgültig von der Blockade zu lösen:

1. Eis zu Wasser zu Dampf:

Wir lassen die Energie nach außen strömen, zur Haut und weiter in den Energieraum, der uns umgibt, der aber noch zu uns gehört. Dort ist die Energie körperlich nicht mehr gebunden, wird quasi recycelt und steht uns als neutrale Kraft wieder zu Verfügung. Diese Methode wird meist im Qi Gong eingesetzt.

2. Eis zu Wasser zu innerem Raum:

Wir lösen die Energie nach innen auf, bis sie zu einem leeren, freien Raum wird.
In der Daoistischen Meditation werden später beide Methoden zur selben Zeit benutzt, nach innen und außen.

So lernen wir in der Meditation, uns von Ballast zu befreien. Körperlich werden wir gesund, energetisch werden wir ausgeglichen und lebendig, mit unseren Gefühlen lernen wir harmonisch umzugehen und unsere Gedankenwelt wird uns nicht immer beherrschen. Es hilft uns, unser System zu ordnen und zu reinigen. Wenn man Meditation als Alltagshilfsmittel nutzen will, reicht es, sich mit diesen ersten vier Energiekörpern zu beschäftigen: Körper, Energie, Gefühle und die mentalen Kräfte.
Wenn wir tiefer in den spirituellen Weg einsteigen wollen, lösen wir die Blockaden in allen acht Energiekörpern.